Alte Seelen - Bin ich eine alte Seele? Woran erkenne ich das? 4 Fragen, die Aufschluss geben:

Alte Seelen

Es ermüdet und nervt dich, im Leben immer wieder vor neuen Herausforderungen gestellt zu werden?

Du findest all das Leid und die Schmerzen dieser Welt unerträglich und du fragst dich, wozu das alles gut sein soll?

Der Mensch erscheint dir berechenbar und es langweilt dich mitanzusehen, wie er immer wieder die selben Fehler macht?

Du hast keine Lust auf Karriere mit Ellenbogen, auf einen SUV, Urlaub auf Mallorca und darauf, dass in deinem Leben alles hübsch und nett aussieht?

Solltest du eine dieser Frage mit JA beantworten können, dann lies dir diesen Artikel durch:

Der Mensch ist alt, sehr alt.

 

Aktuell geht die Wissenschaft davon aus, dass unsere Spezies vor etwa 400.000 Jahre entstanden ist. Das zeigen uns Funde auf dem afrikanischen Kontinent.

Kontinuierlich habe sich der Mensch seither weiterentwickelt und sich zu jener hochtechnologisierten Kultur hochgeschwungen, die wir heute haben.

Der Hinduismus kennt eine andere Sicht der Dinge und eine andere Zeitrechnung.

Die sogenannten Yugas sind Zeitalter, die sich über mehrere Millionen von Jahren erstrecken und zeichnen den schrittweisen Verfall unserer menschlichen Kultur.

Demnach hätte der Mensch bereits in seiner Anfangszeit seine besten Tage erlebt und steuert nun – im Kali-Yuga – auf seinen Niedergang zu.

Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen?

Monumentale Bauwerke wie die Pyramiden oder Machu Picchu in Südamerika bezeugen, dass es auf unserer Erde schon früher hoch entwickelte Kulturen gab.

Viele Entdeckungen aus jener grauen Vorzeit geben den Forschern große Rätsel auf. So ist bis heute unklar, wie die Pyramiden errichtet werden konnten und wie die  tonnenschweren Steine in Stonehenge aufgestellt wurden?

All diese offenen Fragen lassen Raum für viele phantastischen Theorien und Spekulationen.

Eine der phantastischsten Theorien zur Entstehung und Entwicklung der Menschheit wird in den Büchern “Blume des Lebens – Band 1&2” von Drunvaldo Melchizedek vorgestellt.

Sowohl bei Melchizedek als auch in vielen anderen spirituellen Werken wird der Grund für die Schöfpung des Menschen darin gesehen, dass er sich von Leben zu Leben weiterentwickeln soll, um schließlich zu einem gottgleichen Wesen zu werden.

Das Prinzip der Reinkarnation, der Wanderschaft unserer Seele über viele Leben hinweg, ist in diesen Schriften allgegenwärtig.

Kein Wunder also, dass sich viele von uns, die mit diesem Prinzip vertraut sind, fragen:

Welche Rolle habe ich in meinen früheren Leben gespielt? Welche Erfahrungen habe ich gemacht? Was habe ich erreicht, wo habe ich noch etwas zu lernen?

Kurz: Bin ich eine alte Seele mit Erfahrung, oder habe ich noch vieles vor mir, das ich erleben und verstehen soll?

Alte Seele

Das Kindheitsalter der Seele

 

Die Entdeckung, dass wir uns über eine Rückführung mit dem Wissen der Seele verbinden können, macht es uns möglich, erste Antworten auf diese Fragen zu finden.

Folgendes konnten wir in der Arbeit mit unseren Klienten feststellen:

Seelen, die im “Kindesalter” sind oder gerade erst anfangen zu inkarnieren, sind offen für neue Erfahrungen und neue Herausforderungen.

Sie gehen mit staunenden Augen durch die Welt und probieren sich aus in all den Möglichkeiten, die sich ihnen bieten.

Dass sie dabei manchmal in die ein oder andere Sackgasse geraten, läßt sich nicht vermeiden. Wichtig ist, ob sie die richtigen Schlüsse aus ihren “Fehlern” ziehen, um in ihrer Entwicklung voran zu kommen.

Dabei ist es für sie noch sehr wichtig, ihr Ego im rechten Maße auszubilden (nicht zu viel und nicht zu wenig).

Denn es hilft ihnen, mit zwischenmenschlichen Beziehungen wie Familie und Freundschaften und mit den materiellen Herausforderungen wie Nahrungs- bzw. Geldbeschaffung zurecht zu kommen.

Wenn wir in dieser Zeit der “Basis-Ausbildung” versuchen, Lektionen zu überspringen, wird uns das in den folgenden Inkarnationen auf die Füße fallen.

Seelen im Kindesalter begegnen wir in unserer Praxis selten, da sie sich noch keine großen philosophischen Fragen wie “wo komme ich her?” oder “welchen Grund hat das ganze hier?” stellen und an der Unauffindbarkeit einer Antwort leiden.

Auch leiden sie nicht an dem Gefühl, schon seit ewiger Zeit an einer Problematik zu leiden und an der Unnmöglichkeit, eine Lösung für dieses Problem zu finden.

Dennoch scheint der Großteil der sekündlich neu hinzukommenden Menschenseelen jener Kategorie zuzugehören.

Man mag fragen, woher jene Anfängerseelen eigentlich kommen?

Auf diese Frage gibt es viele Antworten und es ließe sich wieder ein eigener Artikel darüber schreiben.

Vielleicht hier nur soviel: Wenn man annimmt, dass selbst Viren, von denen es unendlich viele auf dieser Welt gibt, eine Seele besitzen, bekommt man eine Ahnung davon, wie groß der Pool für Nachschub in unserer Welt ist.

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Die Pupertät der Seele

 

Irgendwann, wenn wir beschließen (oder es wird beschlossen), dass wir bereit sind für eine größere Aufgabe, wird uns eine Inkarnation mit größerer Verantwortung anvertraut.

Wir werden als Heiler, der für die Gesundheit vieler Menschen verantwortlich ist, als Künstler, der es zur Aufgabe hat, die Menschen zu inspirieren und sie lehrt die Dinge neu zu sehen, oder als Führer und Wegweiser geboren.

Es ist dies für die Entwicklung der Seele ein sehr kniffliger Moment, da ihre Worte und Taten nicht nur Auswirkungen für sie selbst, sondern nun auch für andere hat.

Häufig ist es genau in jener Phase, in der karmische Verstrickungen entstehen, die unsere fortlaufenden Inkernationen prägen.

Ein Richter, der zwar häufig gut und richtig, jedoch in einem entscheidenen Moment falsch urteilt, mag für viele weitere Inkarnationen vor Entscheidungen zurückscheuen.

Oder: Ein Feldherr gerät während einer Schlacht in einen solchen Blutrausch, dass er nicht mehr zwischen Soldaten, Frauen und Kinder unterscheidet und alles niedermetzelt was ihm in den Weg kommt.

Versäumt es die Seele zu reflektieren, wird sie der Blutrausch oder die Angst vor Verantwortung nie ganz verlassen.

Fortwährend wird sie Aufgaben mit Verantwortung meiden oder wird als aggresiver Ehemann und Vater nie eine liebevolle Beziehung zu ihrer Familie aufbauen können.

Dies wird sich solange fortsetzen, bis die Seele bereit ist, in den Spiegel zu schauen und sich seine Fehler einzugesteht und daraus zu lernt.

Normaleweise geschieht dieser Prozess des “Mirroring” zwischen zwei Leben, wenn die Seele sich auf eine neue Inkarnation vorbereitet.

Eine LBL-Session (life-between-life-Sitzung) oder eine Reinkarnationstherapie kann diesen seelischen Reifeprozess jedoch beschleunigen.

Die beiden Beispiele des Richters und des Kriegers geben eine Idee, warum viele von uns das Gefühl haben, eine alte Seele zu sein.

Es ist als würde die Seele ausrufen: “Was? Schon wieder eine Inkarnation mit einer schwierigen Ehefrau? Schon wieder eine Inkarnation mit einem eintönigen Beruf? Das ist ja wie ein Fluch!”

Sie kann keinen Ausweg aus der Problematik finden und fühlt sich der Aufgabe gegenüber alt und erschöpft.

Aus Sicht der höher entwickelten Seelen stecken jene Seele jedoch erst in ihrer Pupertät. Denn sie haben noch nicht verstanden, wie sie mit ihren wichtigsten Werkzeugen umzugehen haben.

Diese Werkzeuge sind der Geist, das Ego und der Intellekt. Alle zusammen ergeben das Bewusstsein welches ständig nach Expansion strebt.

Die ultimative Frage einer pupertierenden Seele könnte lauten: ” Was soll das ganze hier eigentlich? Wer hat sich diesen Blödsinn mit den Menschen und der Welt eigentlich ausgedacht? Es bringt doch alles nichts!”

Diese Überzeugung brennt sich tiefer und tiefer in unsere Seele, bis wir daran nahezu verzweifen.

In diesem Stadium ziehen und zerren unsere karmischen Fesseln an all unseren Ecken und Enden und uns fehlt der Mut und die Kraft, weiter an einer Veränderung zu arbeiten. Wir stecken mitten drin im “Soul-development-burnout”.

Deshalb pflegt mein Lehrer Hans TenDam zu sagen: “Alte Seelen lernen langsam.”

Sie wollen sich nicht mehr helfen lassen, haben das Gefühl alles schon probiert zu haben und glauben es daher in vielem besser zu wissen als andere.

Tatsächlich haben sie damit auch recht. Denn sie haben mehr probiert als viele andere, sie wissen in vielen Bereichen mehr bescheid als andere und wissen, dass dieser oder jener gut gemeinte Rat nutzlos ist.

Das macht die Sache jedoch nicht einfacher. Denn die Seelen, die ihnen wirklich hefen könnten, die bereits an diesem Punkt waren und einen Weg gefunden haben, da rauszukommen, gibt es aktuell nicht viele.

Und trotzdem: Es gibt sie, und es ist die Aufgabe der pupertierenden Seele eine solche Seele zu finden und sich ihr anzuvertrauen.

Gerade unsere dunkelsten Momente bergen das Potential zu einer allumfassenden Verwandlung unseres Selbst. Sie werden uns geschenkt, gerade weil es für uns an der Zeit ist, diesen großen Bewusstseinssprung zu vollziehen.

Die Krise ist daher eine Chance zur Transformation und sollte als eine solche wahrgenommen werden.

In einer solchen Krise steckte auch der amerikanische Autor Neal Donald Walsch. In seinem ersten Buch “Gespräche mit Gott” beschreibt er, wie seine existenzielle Verzweiflung ihn in eine neue Welt führt.

alte Seelen erkennen

Die Meisterschaft der Seele

 

Ja, es gibt sie, die Seelen die es geschafft haben.

Sie leben unter uns, oft ohne dass wir es bemerken.

Eine Seele, die ihre Meisterschaft verwirklicht hat, ist befreit von den karmischen Fesseln aller Inkarnationen.

Sie schwelgt in einem Zustand, der sich nicht mit Worten beschreiben läßt.

Dieser Zustand ist allerdings nicht nach aussen sichtbar sondern ist tief verborgen in ihren Herzen, mit dem sie jedoch durchwegs verbunden sind.

Sie hat es nicht nötig wie ein Guru aufzutreten und mit säuselnd, hauchiger Stimme nur von Liebe und Frieden zu reden.

Dennoch kann es für uns wichtig sein, solche Seelen zu erkennen. Denn schon eine kurze Begegnung mit ihnen, kann unser Leben verändern

Wie können wir nun eine solche Meisterseele erkennen?

Wenn du plötzlich tiefen Frieden spürst und in dir eine neue Ausgeglichenheit wahrnimmst, dann schau dich um.

Vielleicht steht da jemand leicht abseits, nicht involviert aber doch beteiligt an der Situation, mit einem milden Lächeln auch den Lippen und Augen, die die Fähigkeit zu haben scheinen, gleichzeitig nach innen und nach aussen zu blicken.

Sprich diese Person an, frag sie was sie so macht und verbring ein bisschen Zeit mit ihr. Vielleicht ist sie bereit, dir eine besondere Meditationstechnik zu verraten oder erzählt dir von einem wichtigen und einschneidenden Erlebnis ihrerseits.

Eine tiefe Verbundenheit mit der göttlichen Quelle, mit dem, das alles geschaffen hat und zu dem auch alles wieder zurückkehren wird, läßt eine Atmosphäre um uns herum entstehen, die andere spüren können.

Natürlich ist hierfür auch eine gewisse Sensibilität notwendig. Wenn wir für solche atmosphärischen Änderungen nicht offen sind, verpassen wir vielleicht die wichtigste Begegnung unseres Lebens.

Manche behaupte auch, dass über die Augen das Alter der Seele erkannt werden kann.

Das ist durchaus richtig, jedoch sind jene hochentwicklten Seelen für gewöhnlich recht scheu und vermeiden den direkten Blickkontakt.

Sollte es dir dennoch gelingen in die Augen eines solchen Menschen zu blicken, so wirst du mit Erstaunen feststellen, dass sich dahinter eine nahezu unendliche Tiefe auszubreitet. Es ist dann, als würde man tief in die Unendlichkeit des Universums schauen.

Noch ein Merkmal:

Solche alten Seelen kümmern sich nicht um ihr Alter. Sie sind der Dimension von Raum und Zeit entzogen. Ihr “karmischer Job” ist erledigt und alle weiteren Aufgaben bekommen sie sozusagen “direkt von oben”.

Auf diese Dinge genauer einzugehen sprengt den Rahmen dieses Artikels. Wer dennoch mehr über die höchsten und ältesten Seelen unserer Welt erfahren will, dem sei das Buch von P. Rajagopalachari “Mein Meister” empfohlen.

Darin beschreibt Rajagopalachari, wie er seinen Meister fand und wie er sein Schüler wurde.

 

Fazit

 

Wer sich frägt, wie alt seine Seele ist und wie er andere alte Seelen erkennen kann hat vermutlich schon einiges an Erfahrung hier auf Erden gesammelt.

Denn neue Seelen sind noch mit dem Sich-Orientieren in dieser Welt beschäftigt während sehr alte Seelen, sogenannte Meisterseelen, sich nicht mehr um ihr Seelenalter kümmern.

Von sich selbst zu glauben, man sei bereits eine alte Seele und könne in dieser Inkarnation nichts neues mehr lernen, hindert das seelische Wachstum. Solange wir hier sind, gibt es Aufgaben, erst für unsere eigene Entwicklung und später, um andere bei ihrer Entwicklung zu helfen.

Die Reise und das Lernen geht weiter und weiter unabhängig davon wie alt und weise wir uns als Seele fühlen.

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